Bonus: Trockentrenn Toilette

27.08.2023 | Bonusinhalt | 0 Kommentare

Heute gibt es noch einen weiteren kurzen Beitrag – dieses Mal allerdings nicht zu den Erlebnissen sondern vielmehr zu der neuen Toilette, die ab sofort im Olaf mitfährt. Alle mit empfindlichen Gespür sollten hier eventuell aufhören zu lesen.. denn es geht um das große und kleine Geschäft 😆

Ich nehme an, dass das Konzept der Trockentrenn Toilette nur erfahrenen Campern bekannt ist.

Bisher hatte ich eine Chemietoilette mit dabei. Hier kommt Flüssig- & Feststoff zusammen in einen Tank, der bereits etwas Wasser mit einer speziellen Flüssigkeit enthält. Die sorgt dafür, dass sich alles schnell zersetzt und möglichst nicht zu stark riecht.

In meinem Fall hatte ich hier auf etwas rein biologisch abbaubares, natürliches gesetzt.

Das Problem der Entsorgung besteht jedoch auch hier: nur auf Raststätten oder Campingplätzen kann man den Tank entleeren. Und bei Temperaturen um die 30°C muss man auch regelmäßig (alle 2-3 Tage) den Tank leeren, was einen erheblichen Aufwand bedeutet.

 

Die Funktionsweise einer Trockentrenntoilette ist eine ganz andere. 

Hier wird wortwörtlich Fest und Flüssig voneinander getrennt.

Durch einen speziellen Einsatz in der Toilette wird vorn der Urin in einem Behälter unabhängig von dem hinteren Behälter gesammelt.

Ich habe hier auf eine Toilette aus Holz gesetzt. Zum einen weil es schön aussieht, aber auch weil ich es möglichst nachhaltig haben möchte.

 

Nimmt man den Toilettensitz sowie den Einsatz heraus, sieht man die beiden Behälter im Inneren.

Der Urin kommt vorn in den blauen Behälter. Im Deckel ist eine Membran, die dafür sorgt dass auch nichts bei der Fahrt nach außen schwappen kann.

Im hinteren Eimer wird zunächst eine normale Mülltüte eingelegt und danach eine Bio Mülltüte, die kompostierbar ist.

Grund dafür ist, dass sich die Bio Tüte je nach Nutzungsdauer und Temperatur zersetzen könnte.. und man durch die Mülltüte sich eventuell Reinigungsaufwand sparen kann 😆

 

In die Biotüte kommt nun spezielles Streu, das unter und nach dem Geschäft über den Feststoff gestreut wird.

Die Funktion davon ist, analog zu einem Katzenklo, auszutrocknen und damit auch den Geruch zu binden.

Aus diesem Grund kann auch alternativ normales Katzenstreu, Humus, Erde, Kokos-Flocken, … verwendet werden. Damit kann ich sicherstellen, überall entsprechendes Streu organisieren zu können und bin nicht mehr von dem Chemie-Flüssigkeit abhängig, die man nicht in jedem Supermarkt herbekommen kann.

Doch der größte Vorteil:
Den Urinbehälter kann man ohne weiteres in jede Toilette oder (mit Wasser verdünnt) überall an jeden Baum/Wiese/… entleeren. Und den Feststoff entsorgt man in jedem beliebigen Restmüll (wie Hundekot Beutel 😆) oder kann ihn auch ganz einfach vergraben, wenn man abseits von Städten steht.

 

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